Am helllichten Tage in Berlin-Tiergarten
„Videokünstler“ tötet Mädchen (13) und schickt der Mutter einen perversen Videobrief
Berlin - Julia M. war ein glückliches und aufgeschlossenes Mädchen. Schon mit sieben Jahren tanzte sie im Kinderensemble des Friedrichstadtpalasts. Nun ist sie Opfer eines schrecklichen Verbrechen geworden. Ihre Mutter Natascha (34) ist fassungslos. Der Polizeisprecher Bernhard Schodrowsik: „Julia wurde auf der Potsdamer Straße, Ecke Pohlstraße von ihrem Mörder angesprochen. Er stellte sich als „Filmregisseur“ vor. Julias Herzenswunsch war es, Filmschauspielerin zu werden. Sie ahnte nichts Böses.“
Gemeinsam mit ihrem Mörder verbrachte Julia den Nachmittag am Potsdamer Platz. Dort trafen sie Julias Tante Tania (38). Tania bestürmte ihre Nichte, mit ihr mitzukommen. Um 15.45 rief Tante Tania, ihre Schwester Natascha an. Auch das Wachpersonal des Potsdamer Platzes wurde von Tante Tania zur Mithilfe aufgefordert. Doch das private Sicherheitspersonal war machtlos und musste zusehen, wie der zukünftige Mörder mit Julia lachend verschwand.
Am frühen Abend gingen beide in seine Wohnung (Lützowstraße 89). Vermutlich sagte ER ihr, dass er mit ihr Probeaufnahmen für einen Film machen wolle. In einem kurzen Gespräche (als Video erhalten) erzählte Julia IHM von ihren Träumen. Sie träumte davon, eine berühmte Hollywoodschauspielerin zu werden. Dann ermordete er sie auf bestialische Weise: Er fesselte sie mit Handschellen an die Heizung und schrieb mit einem Skalpell politische Sprüche und philosophische Sentenzen auf ihren Körper - bis sie verblutete. Dann legte er die Leiche auf sein Bett und verrichtete auf ihr seine Notdurft. Dabei filmte er sich und fertigte einen Videobrief für die Mutter, des Mädchens (Natascha) an. In diesem Video nennt er Julia seine „Todesbraut“.
Feinsäuberlich schnitt er das Video und unterlegte es mit Musik und englischen Untertiteln, so erhielt es die Mutter Natasch als VHS-Kassette. Diese verständigte sofort die Polizei und hoffte zuerst noch auf einen „bösen Scherz“. ER wurde umgehend gefasst und leistete keinen Widerstand, filmte aber seine Verhaftung.
ER war mit dem TV-Schauspieler Christian Maria Goebel befreundet und benutzte die Freundschaft, um sich einen Zutritt in die Welt der Reichen und Berühmten zu verschaffen. Auf einem Sat1-Ball provozierte ER die Stars und Sternchen. Er filmte sie mit seiner Kamera und fragte: „Sind sie wichtig!“ Auch Uschi Glas (61) wurde Opfer der sinnlosen Provokation.
Was kann einen Menschen nur dazu bringen, so etwas zu tun? ER hielt sich mit dubiosen Geschäften über Wasser und verstand sich als „Videokünstler“. Wenig Tage zuvor hatte er noch mit dem Model Ophelia H. (23) gedreht. Offensichtlich ließ er seine Wut an ihr aus. Merkwürdigerweise interessierte sich der Produzent Carl Schönfeld (43, „My Brother Tom“) für den Film und unterstützte das Projekt. SEINE Kamerafrau sagte zu SCHRIFT. „Er weiß genau, wie man jemanden um den Finger wickeln kann. Auch bei Ophelia behauptete er, einen Film mit ihr drehen zu wollen. Am gleichen Abend als er sie kennen lernte, machte er mit ihr eine perverse Mutprobe. Dann musste sie drei Tage später in die Maske kommen. Die IHM hörige Kostüm- und Maskenbildnerin Christiane Buchholz (24) bestand darauf, dass Ophelia unter ihrem sowieso schon kurzen Rock keinen Schlüpfer trug.“